Das große Geschäft mit dem Fußball

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Neben allen sportlichen Siegen, Leistungen und Nachrichten produziert der Fußball in Deutschland immer auch Meldungen, in denen es um das ganz große Geschäft und viel Geld geht. Manchmal stellt man sich dabei die Frage, ob die geschäftliche Seite des Fußballs endgültig die Oberhand gewonnen hat und besonders die Fußballfans nur noch Verbraucher sind. In vielen Bereichen ist die Ware Fußball ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden und die berichteten Summen für Übertragungsrechte für Fernsehen und Internet, Werbeverträge und Transfervergütungen steigen von Jahr zu Jahr.

Fernsehübertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga

Seit dem Jahr 1965 handelt der Deutsche Fußballbund als Veranstalter der 1. Fußball-Bundesliga die Preise für die Übertragungsrechte in unregelmäßigen Abständen mit den Fernsehanbietern aus. Der Preis für die Übertragungsrechte betrug 650.000 Deutsche Mark im Jahr 1965. Bis zum Aufkommen des Privatfernsehens waren es relativ einfache Verhandlungen mit den Sendern ARD und ZDF. Im Jahr 1988 erhielt erstmals eine Sendergruppe, bestehend aus UFA, RTL und ARD, den Zuschlag, wobei der Preis bereits vierzig Millionen Deutsche Mark betrug. Aktuell wurde für das Jahr 2018 der Betrag von 1,15 Milliarden Euro für die Übertragungsrechte der 1. Bundesliga bezahlt. Dies schließt die Rechte für Internetübertragungen ein. Der Preis für die Übertragungsrechte an der Bundesliga hat sich also seit dem Jahr 1965 versechshundertfacht. Die Übertragungsrechte für die Spiele der Nationalmannschaft und der europäischen Pokalwettbewerbe im Fußball werden davon unabhängig vermarktet und verursachen für Fernsehsender und Internetanbieter weitere Kosten.

Spielertransfers zu Wahnsinnspreisen

Auch Spielertransfers in den Top-Ligen Europas sind in den vergangenen Jahren immer teurer für die Vereine geworden. Obwohl die ganz großen Beträge in der Bundesliga nicht gezahlt wurden, konnten sich die Clubs der Bundesliga diesem Trend nicht entziehen: Immer mehr Transfers erfolgen von Mannschaften anderer europäischer Clubs und europaweit werden für die besten Spieler immer höhere Ablösesummen und andere Transfergelder gezahlt. Beispiele dafür gibt es viele. So hat zum Beispiel Schalke 04 für seinen Spieler Leroy Sané einen Betrag von ungefähr fünfzig Millionen Euro von Manchester City erhalten.